Honig

Geschichte

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Bienen bevölkern schon seit 40 bis 50 Millionen Jahren die Erde. Honig wurde jedoch erst in der Steinzeit als Nahrungsmittel vom Menschen entdeckt. Die ersten bildlichen Darstellungen von Menschen, die Honig sammeln, stammen aus der Zeit von 12'000 bis 9'000 v.Chr.

Später entdeckte der Mensch, dass man den Honig mit Rauch «ernten» konnte, ohne dass der Bienenstock zerstört und das Bienenvolk verscheucht werden mussten. Ein wichtiger Schritt zur heutigen Imkerei war getan. Die ersten Bilder der Haltung von Bienen als «Haustiere» stammen aus der Zeit um ca. 7'000 v.Chr.

Honiggewinnung

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Honig ist der süsse Stoff, den die Bienen erzeugen, indem sie Nektar und Honigtau mit körpereigenen Stoffen anreichern, in ihrem Körper verändern, in Waben speichern, trocknen und reifen lassen.

Einen Teil dieser Waben nimmt der Imker den Bienen weg, wenn der Honig reif ist. Die Gewinnung des Honigs erfolgt unter schonenden Bedingungen, sodass Aroma, Enzyme und andere biologische Begleitstoffe nicht geschädigt werden und der Honig frei von Fremdkörpern und Verunreinigungen bleibt. Um den Honig von den Waben zu entfernen, werden diese in einer Zentrifuge behandelt. Dieser Prozess wird «Honig schleudern» genannt. Bei diesem Vorgang werden dem Honig weder Substanzen zugemischt, noch werden Substanzen entfernt. Zur Reinigung und Entfernung von Wachsresten wird der Honig mit einem Sieb filtriert.
Honig ist ein hundertprozentiges Naturprodukt.

Honigsorten

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Bienen befliegen zahlreiche Trachtquellen im Umkreis des Bienenvolkes, um Nektar,  Honigtau und Pollen einzutragen. Honigbienen sind blütenstet, d.h., eine Biene besucht während eines Ausfluges nur Blüten derselben Pflanzenart. Sofern die angesteuerten Pflanzen auch genügend Sammelgut offerieren und weiterhin attraktiv genug sind, bleibt die Biene auch bei den weiteren Flügen dieser Pflanzenart treu. Neben der Blütenstetigkeit sind Sammelbienen auch ortsstet. Erfolgreiche Sammelbienen rekrutieren mittels des Schwänzeltanzes weitere Bienen, welche ebenfalls die auserwählte Trachtquelle anfliegen. Herrscht in dem Flugareal eine Pflanzenart stark vor (z.B. Raps, Linde oder Alpenrose), kann das Ergebnis aufgrund des Trachtangebotes sowie des oben beschriebenen Sammelverhaltens der Bienen ein Sortenhonig sein.

Ob ein Honig wirklich vorwiegend aus einer Pflanzenquelle stamm kann erst durch eine Honiganalyse auf die botanische Herkunft Sicherheit geben. Bienen nutzen bestimmte Trachten intensiv, aber nie allein. Dem trägt der Gesetzgeber Rechnung, indem für Sortenhonige nicht die Ausschliesslichkeit verlangt wird, sondern nur ein Überwiegen des Nektar- bzw. Honigtauanteiles, dessen Name der Honig tragen soll. Im Gegensatz dazu muss ein Honig mit einer regionalen Herkunftsangabe ausschliesslich, also zu 100%, aus der angegebenen Region stammen.

Honigkonsistenz

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Jeder Honig kristallisiert, da Honig eine übersättigte Zuckerlösung ist. Löwenzahn- oder Wiesenblütenhonig kristallisieren nach 4 bis 8 Wochen. Waldhonig kristallisiert erst nach 6 bis 10 Monaten. Die Kristallisation des Honigs ist kein Qualitätsverlust sondern ein natürlicher Vorgang. Durch Erwärmen (max. 40°C) kann der Honig wieder verflüssigt werden. Eine höhere Erwärmung schadet dem Honig.

Cremiger Honig wird durch Rühren erzeugt. Durch das Rühren werden die Zuckerkristalle zerschlagen und es entsteht ein feincremiger, weicher Honig. Solcher Honig behält diese Konsistenz und wird nicht mehr fest.

Honig kann kühl, trocken und dunkel über Jahre gelagert werden. Die optimale Lagertemperatur beträgt ca. 10° bis 15° Celsius. Honig ist stark hygroskopisch, d.h. er zieht Wasser an. Daher muss Honig in dicht schliessenden Gläsern trocken gelagert werden.

Mischhonig - Sortenhonig

Jeder Honig ist ein Unikat! Je nach botanischer Herkunft unterscheidet er sich nicht nur in Geschmack, Geruch und Farbe voneinander. Auch das Spektrum an Wirkstoffen ist für jede Nektar oder Honigtau erzeugende Pflanze anders. Allgemein werden die Schweizer Honige als Blüten- oder Waldhonig bezeichnet, da die meisten Bienen in Mischkulturen Nektar sammeln.  Eine botanische Sortenbezeichnung (z.B. Alpenrosenhonig, Rapshonig) ist nur dann erlaubt, wenn folgende Merkmale erfüllt sind:

  1. Der Sortenhonig muss zu mehr als der Hälfte der genannten Pflanzenart entstammen.
  2. Der Geruch und Geschmack, die chemisch-physikalischen Merkmale und das mikroskopische (pollenanalytische) Bild müssen der jeweiligen Sorte entsprechen.

Sind diese Kriterien gegeben, ist der Nachweis für die Bezeichnung als Sortenhonig gegeben.

Unsere Sortenhonige werden im Biologischen Institut für Pollenanalyse untersucht und dessen Herkunft bestimmt.

Darum dürfen unsere Sortenhonige die entsprechenden Bezeichnungen tragen.

Qualitätsgarantie

Unsere Bienen und die Honiggewinnung werden regelmässig von Fachleuten überprüft.
Wir achten auf eine artgerechte Bienenhaltung, vorschriftsgemässe und schonende Behandlung gegen Bienenkrankheiten sowie Hygiene und Sauberkeit bei der Honigernte und Verarbeitung.

Dies wird mit dem goldenen Siegel des Verbandes Schweizerischer Bienenzüchtervereine auf dem Honigglas bestätigt.

Weitere Informationen:
Siegelimker Schweiz
Dachverband der schweizerischen Bienenzüchtervereine apisuisse